Archäologie
(Foto: Silke Hahne)
(Foto: Silke Hahne)
24.04.2014

Fundsache – Schatzsucher und Archäologen streiten um Schätze

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Gold, Silber, Juwelen! Das Leben als Schatzsucher muss aufregend sein – und reich machen!

Vielleicht träumen davon die vielen Hobby-Archäologen, die Deutschland mit Metalldetektoren durchforsten. Sie finden aber auch: Wir leisten einen wichtigen Beitrag, fördern zu Tage, was sonst unter der Erde bleiben würde.

Um so mehr ärgert es da so manchen Sondengänger – wie sich die Schatzsucher nennen – über die neuen Denkmalschutzgesetze, die viele Bundesländer eingeführt haben. Darin wird die sogenannte Hadrianische Teilung abgeschafft: Was früher zwischen Finder und Landeigentümer geteilt wurde, gehört jetzt dem Bundesland. Die Sondengänger fühlen sich enteignet.

Doch Archäologen sagen: Allgemeines Eigentum muss allgemein bleiben. Zwar leisteten die Hobby-Schatzsucher einen wichtigen Beitrag. Die Funde richtig aufbewahren und historisch einzuordnen, das könnten sie nicht.

Darüber haben wir mit Frank Siegmund gesprochen, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte. Er hat das Land Nordrhein-Westfalen bei der Gesetzesänderung beraten. Eine Lösung der Spannungen sieht er in der Trennung zwischen Eigentum und Besitz.

 

 

Auf unserer Reise besuchen wir dann einen Sondengänger in Hessen und begleiten ihn bei einer Suche. Seine Sicht der Dinge lesen und hören Sie dann ebenfalls hier im Blog.